Neuner widersprach der Behauptung, daß alles Ökologische im Baugebiet “Judenäcker” außen vor bleibe. “Hier soll ein baugebiet entstehen, wo das Bauen vor allem aus finanzieller Sicht noch möglich ist, das heißt kleinere Grundstücke und die Möglichkeit Systemhäuser zu errichten. Immerhin seien 50 Prozent des ökologischen Gedankengutes erhalten geblieben. Die restlichen 50 Prozent seien Sache des Bauherrn.
Man solle sich hüten, mit allzu vielen Vorschriften den Bauherrn zu knebeln. Es gebe bereits zu viele Verordnungen auf Bundes- und Landesebene. “Wir wünschen uns zukunftsorientiertes Bauen” so Neuner, allerdings ohne dem Bauherrn vorzuschreiben wie er zu heizen, welches Baumaterial er zu verwenden und welche Fenster er einzubauen habe.
Demgegenüber vermißte Ludwig Schwabe Ansätze von umweltschonendem Bauen. So sei die Chance vertan worden, wenigstens in der Planung Reihenhäuser vorzusehen, die das Bauen billiger machten. “Wäre mit den Häuslebauern im Vorfeld bereits verhandelt worden, wäre wesentlich mehr möglich gewesen” behauptete Schwabe. Es sei versäumt worden, den Bauwilligen die Vorteile ökologischen Bauens schmackhaft zu machen.
Kollegin Veronika Herlitz behauptete, daß im Gegensatz zu den ursprünglichen Vorstellen von einem Muster-Baugebiet alle Vorstellungen des Erst-Entwurfes nach und nach verschwunden seien. Ggeen die Stimmen der SPD stimmte der Stadtrat schließlich der Planung des Baugebietes Judenäcker zu.
Josef Hofbauer