Schüler-Bekenntnis: "Ja hier war es schön"

120 Ebermannstadter Realschüler nahmen ihre Abschlusszeugnisse in Empfang - Zu Ehrenamt aufgerufen

EBERMANNSTADT. Im feierlichen Rahmen wurden die Absolventen der Staatlichen Realschule Ebermannstadt verabschiedet. Der Feier in der überfüllten Aula der Schule ging ein ökumenischer Gottesdienst in der evangelisch- lutherischen Emmauskirche voraus.

Realschulrektor Rainer Heinz bedankte sich bei den Pfarrern Rudolf Schmidt (evangelisch) und Hans Hübner (katholisch) ebenso wie bei den Schülern/ innen und Eltern, die in irgendeiner Weise an der Gestaltung des Gottesdienstes mitgewirkt hatten. Den 120 Glücklichen, die ihr Abschlusszeugnis in Empfang nehmen konnten, gratulierte er.

Irgendwie sei dieser Jahrgang 2000/2001 in allen Dingen etwas anders, als die bisherigen, meinte er lächelnd. So sei es ungewöhnlich, dass heuer mehr Buben als Mädchen die Abschlussprüfung ablegten. Auch die Leistungen im sportlichen und musikalischen Bereich seien ungewöhnlich gut. Ob in Schulchor, Schulband oder bei den Bläsern, so stark waren die Zehntklässler noch nie vertreten. Auch habe er noch nie erlebt, dass junge Männer seiner Schule als Gesangssolisten aufgetreten sind.

Elternbeiratsvorsitzender Helmut Ochs sprach seine guten Wünsche für die Zukunft aus. "Der Weg ist das Ziel", gab er seinen jungen Zuhörern mit auf den Weg. Das Fundament für diesen Weg sei in der Schule gelegt worden.

Schülersprecherin Julia Neuner zeigte den Weg vom Eintritt in die Schule bis zum heutigen Tag auf. Humorvoll gelang es ihr darzulegen, wie aus ängstlichen Neuschülern mit durchschnittlich einsdreißig Körpergröße schon bald selbstsichere und manchmal auch aufmüpfige junge Menschen wurden. Wie ein roter Faden zog es sich durch ihren Rückblick: "Ja, hier war es schön".

Ihr besonderer Dank galt der Sekretärin der Schule, Monika Wenig, und dem Hausmeisterehepaar Körner. Beiden überreichte sie Blumen.

Rainer Heinz griff in seiner Abschiedsrede den Satz auf: "Ein Schüler darf faul sein, weil er nichts verdient". Deshalb versuchte er den Sinn der Arbeit in all seiner Vielfältigkeit zu definieren. Von Herzen wünschte er seinen jungen Zuhörern, dass für sie Arbeit nie notwendiges Übel oder gar Belastung werde.

Eindringlich erinnerte der Schulleiter daran, dass zur beruflichen Arbeit auch das Ehrenamt in Vereinen, Gruppen Organisationen gehöre, denn ohne die Einbringung vieler in diese Tätigkeiten würde das gesellschaftliche und kulturelle Leben veröden, beziehungsweise nicht stattfinden.

Dann überreichte der Rektor den Entlassschülern die Zeugnisse, die sie unter Beifall der Anwesenden freudestrahlend entgegennahmen.

Am Ende der Abschlussfeier, die von den Bläsern und der Schulband musikalisch würdig umrahmt wurde, zeichnete Elternbeirat Helmut Ochs die fünf Jahrgangsbesten aus. Diese sind Andreas Kausler, 10a, mit einem Notendurchschnitt von 1,57, Daniel Steinlein, 10d, und Katrin Hutzler, 10c, mit jeweils 1,6, Carina Winkler, 10c, mit 1,67, und Christiane Scheucher, 10c, mit 1,8.

HV


© FT 2001 - Der Inhalt der Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie der Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung des FT sind untersagt.