Die Arbeiten sollen zügig in Angriff genommen werden. Als Baubeginn wurde die Woche ab 9. Juli festgelegt. Die Kosten bezifferte Bürgermeister Franz Josef Kraus auf rund 360.000,00 Mark.
Zur Kenntnis nahm der Bauausschuss die Anregungen der Bürger zum weiteren Ausbau der Bahnhofstraße. So soll die Birke zwischen dem Bürgerhaus und dem Anwesen Ott entfernt und durch einen anderen Baum ersetzt werden. Auf Anregung der Familie Waltenberger entschloss sich das Gremium zu einer gemeinsamen Schnitt-Aktion. "Wir werden die Hecken auf unserer Seite stutzen, dafür muss der Nachbar die Hecke auf seiner Seite zurückschneiden" sicherte Bürgermeister Kraus auf den entsprechenden Antrag hin zu. Die Frage, ob im Breich der Anwesen Martin und Grüning ein Halteverbot notwendig ist, soll im Rahmen der nächsten Verkehrsschau entschieden werden und der Lampen- Standort zwischen Bürgerhaus und Druckerei Waltenberger soll durch die Stadtwerke überprüft werden.
Entgegenkommen signalisierte der Bauausschuss auch in Sachen Weihnachtsbeleuchtung. Sofern die Geschäftsleute die Weihnachtssterne kaufen (pro Stück tausend Mark) soll die Weihnachtsbeleuchtung bis zur Griesbrücke erweitert werden. Die Stadt werde nur die Montage bzw. Demontage übernehmen zeigten sich die Mitglieder des Bauausschusses einig.
Ebenso billigte das Gremium ein Dorferneuerungsverfahren in den Orten Burg- und Windischgaillenreuth. Als nächstes sollen in Arbeitskreisen ein Maßnahmenkatalog und eine Prioritätenliste der in Angriff zu nehmenden Maßnahmen erstellt werden. Für das in der Vorbereitungsphase steckende Verfahren in Rüssenbach sicherte die Stadt eine Kostenbeteiligung von 10.000,00 Mark zu.
Einstimmig abgesegnet wurde die Änderung des Bebaungsplanes, die durch die geplante Busumsteigeanlage erforderlich wurde. Nicht widerspruchslos hingenommen wurde dagegen die Planung des Wasserwirtschaftsamtes für die Hochwasserfreilegung. Die Planer seien bei der Flutmuldenlösung nicht auf die Bedenken der Stadt eingegangen, lässt sich die Kritik zusammenfassen.
Die seitens der Behörde versprochenen stärkeren Motoren seien keine Lösung, weil die Schützentafeln zu groß dimensioniert seien. In einer bestimmten Stellung sei die Vibration so stark, dass das ganze Bauwerk erschüttert werde. Alles sei in einem "Hau-Ruck- Verfahren" gemacht worden.
Das Kohlfurtwehr, das einzige Nadelwehr in der Fränkischen Schweiz müsse schon allein aufgrund seiner besonderen Bedeutung erhalten bleiben. Werde es herausgenommen, bilde sich ein Wasserrückstau, so dass die Keller der Anwesen in der Friedrich-Palm-Straße regelrecht geflutet würden.
Probleme sah Hubert Herbst auch im Hinblick auf die Sauberhaltung der Flutmulde. Da sie an 20 Tagen - verteilt über das ganze Jahr - überflutet sei, heiße das mehrmals im Jahr den angeschwemmten Unrat aufzuräumen.
Bürgermeister Franz Josef Kraus informierte, dass die Behörde in einem Schreiben zugesichert habe, die notwendigen Maßnahmen für ein so genanntes "hundertjähriges Hochwasser" zu ergreifen. Dazu wollte die Behörde auch wissen, wie hoch der Rückstau maximal sein darf, dass die Häuser in der Friedrich-Palm- Straße trocken bleiben. Was geschehe sei Sache des Wasserwirtschaftsamtes, das auch für die Folgen der Planung geradestehen müsse.
Josef Hofbauer