High-Tech-Labor ist abgelehnt

Dr. Rasek darf nicht im Naturschutzgebiet bauen

EBERMANNSTADT. Dr. Rasek kann die Suche nach Personal für das High-Tech-Labor, das auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruches bei der Burg Feuerstein entstehen sollte, einstellen. In diesen Tagen, so Bürgermeister Franz Josef Kraus, bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses, gehe vom Landratsamt der ablehnende Bescheid an das Unternehmen heraus.

Damit ist das Tauziehen um die Nutzung des unter Naturschutz stehenden Geländes wohl endgültig beendet. Bürgermeister Franz Josef Kraus, Landrat Reinhardt Glauber und Regierungspräsident Hans Angerer hatten sich um eine "einvernehmliche Lösung" bemüht und im Hinblick auf Arbeitsplätze versucht, die Millionen-Investition in der Region zu halten.

Die "Sündenböcke"

Allerdings, so Bürgermeister Franz Josef Kraus, habe Dr. Rasek alle angebotenen Alternativstandorte kategorisch abgelehnt. Entweder im ehemaligen Steinbruch oder nirgends, habe die Devise des Moggaster Unternehmens gelautet.

Dr. Rasek, der gestern den Ablehnungsbescheid für sein Bauvorhaben im "geschützten Landschaftsbestandteil ehemaliger Steinbruch" noch nicht in Händen hatte, bedauerte dem FT gegenüber das Scheitern und hat auch schon einen Sündenbock dafür parat. Allein der Bund Naturschutz und die Ebermannstadter SPD hätten die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch ein High-Tech-Labor verhindert. Dies, obwohl sich Umweltminister Dr. Werner Schnappauf und Ministerpräsident Edmund Stoiber für das Bauvorhaben auf dem, von Dr. Rasek als einzigen in Frage kommenden Standort ausgesprochen hätten.

Nichts im Angebot

Nun könnte die für Ebermannstadt gedachte Investition ins Rheinland gehen, wo Dr. Rasek ein Unternehmen gekauft hat. Peter vom Hofe vom Wirtschaftsreferat der Stadt Bonn bestätigte dem FT gegenüber zwar nicht den Kauf, dementierte aber auch nichts. Das Wirtschaftsreferat der Stadt St. Augustin räumte dagegen ein, dass Dr. Rasek dort eine Anfrage nach einem geeigneten Grundstück gestartet hat. Leider habe ihm die Stadt keine geeignete Halle anbieten können.

An eine Verlagerung des Moggaster Betriebes an den Rhein ist allerdings nicht gedacht. Dr. Rasek: "Der Moggaster Betrieb wird weitergeführt, vorerst. Was nach mir sein wird, kann ich natürlich nicht sagen".

Josef Hofbauer


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