"Honig und Melasse hält alle Haare klasse"

Narren genießen "Faschingswahn" in Ebermannstadt - Schwarzlichtzauber rundet Programm ab

EBERMANNSTADT. Die Lachsalven und Zugaberufe bei der dreieinhalbstündigen Lachparade des Elferrates waren Sahnehäubchen für ein Programm der Spitzenklasse.

Nach Einmarsch des Elferrates und prägnantem Prolog, vorgetragen von Wolfgang Dörfler, begeisterte die Tanzgarde mit ihrem Funkenmariechen (Anna Schlee) das bunt maskierte Publikum. Im Wirbel von Takt und Rhythmus zeigten die Tänzerinnen Perfektion und erhielten dafür anhaltenden Applaus.

Präsident Gerhard Fickert begrüßte die "Kinderstars" der beliebten Mini Playback Show aus den örtlichen Vereinen Dobenreuths. Die musikalischen Highlights begannen mit Rex Gildo, dem Schwarm der Mädchen, der fetzig-flotten Wencke Mhyre und Wolfgang Petri, Liebling aller Frauen. Zu diesem Zeitpunkt war jegliche Zurückhaltung beim Publikum vorbei. Der Saal bebte im Rhythmus des Klatschens und der Standing Ovations für die jungen Stars.

Den Saal ins Wanken gebracht

Der "Lederhosen Ötzi" brachte den Sonnensaal ins Wanken. Die hervorragende Komik und das Talent des jungen Stars mit seinem Lied "Der Anton aus Tirol" trieb die Gäste in den absoluten Faschingswahnsinn und sorgte für allerbeste Laune. Diese steigerte sich für Ricky und die Wildecker Herzbuben mit ihrem Spitzen-Hit "Herzilein" unter der Regier ihrer Trainerin Marion Durnwald in einen nicht enden wollenden Applaus mit Zugaberufen.

Danach geht es erst richtig los

Eine Premiere erlebte Ebermannstadt mit den "Eggolsheimer Traadschn" (Maria Arneth und Elisabeth Schrauder). Sie boten den Gästen in der Aufmachung "ländlicher Damen des mittleren Alters" und dem Charme des echten fränkischen Dialektes ihren alltäglichen "Kaffeedraadsch". Es blieb kein Auge trocken, als sich die beiden erzählten, was denn geschehe, wenn ihre Ehemänner nicht mehr wären und sie dann eigentlich erst richtig loslegen könnten.

Das weitere Programm verwöhnte nun mit der Feurigkeit des brasilianischen Karnevals. Die Sambatänzerinnen, ein Showtanz der Garde, hinterließ bei den Gästen das Flair von Exotik und Fernweh.

Die Verschönerung der einheimischen Männer wurde im Beauty Shop der "Jungunternehmerin" Regina Fickert vorgenommen. Sie zeigte den anwesenden Damen ihe ganz spezielle Lösung zur Befestigung der künstlichen Männerhaarpracht. Ganz einfach: "Honig und Melasse hält alle Haare klasse". Diesen Patent-verdächtige Ratschlag aus der Bütt quittierte die Damenwelt mit stürmischen Beifall und prüfenden Blick auf ihre Begleiter.

Wie sie früher einmal war, die "alte Liebe", zeigten die Eggolsheimer Damen. Sie strapazierten die Lachmuskeln der Zuhörer erneut bis aufs Äußerste, als sie aufforderten: "Gezuu machmas hal nu amol. Gezuu las uns des hal nu amal du" - und dann das Publikum mit dem Kinderspiel "Pitsche, Patsche, Peter" überraschten. Für Bewegung und anhaltend gute Laune sorgte das "Franken-Preußen-Duo, das Schunkellieder im Berliner Originalton oder fränkischen Dialekt sangen. Hans Geck und Michael Meußel profilierten sich als profane Kenner der musikalischen "Dolmetscher-Zunft".

Dauergaffer auf der Flucht

Der "Mozzaa vom Braadnbooch" (Wolfgang Dörfler) zelebriert nicht zu übertreffend den Spaziergänger, der stets am Fahrradweg nach Rüssenbach von wahnsinnigen Skatern überfahren wird und dann in die Büsche flüchtet. Elferratspräsident Fickert als "Stanislaus der Erfinder" zeigte seinen neuesten Coup, den "Multikulti-Schnellkochtopf". Er kann sowohl das Teewasser bereiten und gleichzeitig als Kleinwaschmaschine alle Kochwäsche (Unterhosen) gründlichst reinigen. Bei der Frage nach dem richtigen Handynetz und seiner "Mehlbox" präsentierte Fickert Situationskomik pur.

Von Alpencasanovas und orientalischen Schönheiten

Die Ebermannstädter Narren erlebten ein Ballett der besonderen Güte: Sieben Mannsbilder ("Träume der Natur") wirbelten gekonnt als Alpencasanovas über die Bühne und verwandelten sich dann in Sekunden zu orientalischen Schönheiten die in Seide, Tüll und knappe Dessous gehüllt, die Herzen der Zuschauer eroberten. Der neu einstudierte Garde-Showtanz "New York" unter Trainerin Doris Hohmann bezauberte die Gäste im Sonnensaal.

Die profihafte Darbietung machte "Broadwayfeeling" für alle spürbar. Der Sonnensaal wurde für kurze Zeit zur Metropole Amerikas. Den Ausklang des humoristischen Spektakels bildete im absolut dunklen Saal der Schwarzlichtzauber von Gardedame Stefanie Müller. Sie verzauberte in atemberaubender Weise mit der Illusion eines "Weißen Traums in dunkler Nacht".

eB


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