Satzungsmäßig abgesegnet wurde auch die Hundesteuer für jene „Zamperl“, die als Kampfhunde eingestuft sind. Hier kostet ein Vierbeiner 525 Euro. Wer einen weiteren Kampfhund hält, zahlt für den zweiten Hund 1050 Euro. Der dritte Hund schlägt mit 1575 Euro zu Buche. In die Liste der Kampfhunde aufgenommen werden, falls sie den Wesenstest nicht bestehen die Rassen Alano, American Bulldog, Cane Corso, Dogo Canario und Perro de Presa Mallorquin sowie der Rottweiler.
Über einen Anleinzwang und ein Bußgeld für jene, die dagegen verstoßen, soll sich der Hauptausschuss Gedanken machen. Bürgermeister Franz Josef Kraus hatte moniert, dass beispielsweise der Spielplatz in der Peunt als Hundeklo missbraucht werde. Spaziergänger und Jogger hätten vermehr Klage geführt, dass sie unvermittelt frei laufenden Hunden gegenüber stehen. Besonders zwischen Ebermannstadt und Pretzfeld und im Raum Rüssenbach seien immer wieder streunende Hunde beobachtet worden. Auch in Gasseldorf, so Günther Brütting, hätten frei laufende Hunde Kinder in Angst und Schrecken versetzt. Das besondere Problem: Hunde die nicht auf ihr Herrchen bzw. Frauchen hören, bzw außer Rufweite ihrer Besitzer sind.
SPD-Fraktionschef Georg Held dagegen hielt wenig von einer neuen Verordnung, so lange deren Überwachung nicht sicher gestellt sei. Hier, so Bürgermeister Kraus, seien die Passanten aufgerufen, die Hundebesitzer anzusprechen und Verstöße der Stadtverwaltung zu melden. Vorerst ist aber erst einmal der Hauptausschuss an der Reihe. Erst dann will der Stadtrat wieder auf den Hund kommen.
JH