Eine Erneuerung von ca. 1900 Quadratmeter Dachfläche stand an, aber die Sanierung mit Blecheindeckung war wegen des Gebäudegrundrisses nicht möglich. Deshalb fiel die Entscheidung auf eine Sanierung als Flachdach mit Bitumendachbahnen, jedoch mit einer "extensiven Dachbegrünung" aus Gräsern und kleinen Stauden, die etwa zehn bis 30 cm groß werden.
Die Ausführung am Hauptgebäude begann im letzten Herbst 2000, beim Flachdach wurde der Eingangsbereich im Juni und Juli mit der Begrünung begonnen. Gründächer haben bautechnische und ökologische Vorteile: Sie sorgen, je nach Bauart, für einen hohen Wasserrückhalt von bis zu 90 Prozent. Ein Großteil des Wassers verdunstet oder fließt verzögert in die Kanäle, es werden Staub und Schadstoffe gebunden.
Bei all den Vorteilen ist nur eine minimale Pflege erforderlich. Die Wasser- und Nährstoffversorgung funktioniert über natürliche Prozesse. Die Flächen selbst sind eher anspruchslos, dabei selbstregenierend und fürs Auge blühend. Aufgebaut ist die Begrünung aus ca. zehn Zentimeter starken mineralischen Substraten und Recycling-Ziegelsplitt.
Die Flachdächer der landkreiseigenen Gebäude wurden in den letzten Jahren größtenteils als geneigte Dächer mit Kupfereindeckung saniert, es stehen nur Kleinmaßnahmen an.
Die Kosten für Gründächer sind etwa ein Drittel so hoch wie die für ein Blechdach.