Wer gibt, wird selbst beschenkt

Soziales Engagement wurde mit der "Silbernen Bürgermedaille" belohnt

EBERMANNSTADT. Traditionell ehrt der Stadtrat in seiner Jahresschluss-Sitzung Bürger, die sich durch langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen, sozialen bzw. öffentlichen Einrichtung oder auf kulturellem Gebiet besonders verdient gemacht haben. Die Bürgermedaille in Silber ging heuer an Margareta Kaul, Anna Tremel, Christian Rösch und Erwin Zeitler.

"Das Ehrenamt ist unverzichtbar" bekräftigte Bürgermeister Kraus. Zum einen, weil ehrenamtliche Tätigkeit Eigenständigkeit, Initiativkraft, Pioniergeist und Verantwortung für die Gemeinschaft stärke und zum andern, weil Ehrenamtliche eine wertvolle eigene Sichtweise in die verschiedenen Bereiche hineintrage.

Ebenfalls begrüßenswert fand Bürgermeister Kraus, dass in den Zeugnissen von Schülern die ehrenamtliche Tätigkeit in einem Beiblatt hervorgehoben wird.

Auch die Stadt Ebermannstadt wolle durch die Verleihung der Bürgermedaille ihren Teil dazu beitragen, ehrenamtliches Engagement entsprechend zu würdigen. Die ehrenamtlich geführten Vereine und Verbände sollen sich jederzeit der Unterstützung unserer Stadt Ebermannstadt sicher sein, bekräftigte Kraus.

"Derjenige, der sich über sein normales Maß hinaus für die Gesellschaft einsetze, gewinne für sich, aber auch für die anderen, nach dem Motto "Wer gibt, wird selbst beschenkt".

Margareta Kaul und Anna Tremel wurden von Hedwig Glöckner und Anneliese Buhr vom Katholischen Frauenbund für die Verleihung der Bürgermedaille vorgeschlagen. Seit 1963 mit der Gründung des Frauenbundes haben beide Damen, zwischenzeitlich 77 und 82 Jahre jung, ehrenamtliche Aufgaben übernommen. Seit 1977 betreuen und bewirten sie jeden Monat einmal Behinderte, die teilweise gefüttert werden müssen. Das Einzugsgebiet reicht dabei von Gößweinstein über Ebermannstadt bis Schlaifhausen. Woche für Woche stehen sie von der ersten Begegnung des Seniorenkreises St. Nikolaus an, ihre Frau, helfen, organisieren und bewirten, eine wahrhaft anerkennenswerte Leistung, würdigte Bürgermeister Kraus.

Christian Rösch erhielt die Auszeichnung für sein Engament um die Heimatpflege der Stadt. Seit mehr als 15 Jahren stöbert er in der Vergangenheit von Ebermannstadt und Breitenbach. Unzählige Bilder habe er dabei gesammelt bzw. leihweise erhalten. Stunden-, tage-, wochen-, ja monatelang war Christian Rösch unterwegs, um mit Zeitzeugen der Geschichte Hintergründe von Vergangenem zu erhellen. Diese Dokumentationen seien ein großer Schatz für die Stadt. Darüber hinaus engagiere sich Christian Rösch seit über zwölf Jahren im Naturschutzbeirat des Landkreises, und beim Bund Naturschutz.

Erwin Zeitler erhielt die Bürgermedaille in Würdigung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit beim TSV Ebermannstadt. Seit 1965, als Zeitler den gesamten Reichtum des damals 180 Mitglieder zählenden Vereins in einem Schuhkarton übernahm, trägt er die finanzielle Verantwortung für den mittlerweile 1600 Mitglieder zählenden Verein.

JH


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