Schirmherr Bürgermeister Franz Josef Kraus eröffnete den Markt mit den vielen Informationsständen und begrüßte die zahlreichen Besucher. Man müsse auch in der Landwirtschaft die Zeichen der Zeit erkennen, das heiße lokal handeln, ohne Globales aus den Augen zu verlieren.
BN-Ortsgruppenvorsitzender Heinrich Kattenbeck sagte zum Thema des Markts: "In Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft setzt sich der Bund Naturschutz für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft sowie eine flächendeckende und nachhaltige Landnutzung in ganz Bayern ein.
Der Bund Naturschutz sieht die Landwirte als Freunde, weil Bauern sozusagen durch Geburt Naturschützer sind". Marion Ruppaner, Referentin für Landwirtschaft im BN, eröffnete den Wettbewerb "Mehr Natur in Hof und Flur". Er soll dazu dienen, den Wert bestehender naturnaher Strukturen und einer naturnahen Waldwirtschaft herauszustellen und gleichzeitig Anreiz zu schaffen, Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz im landwirtschaftlichen Betrieb - in Hof und Flur - durchzuführen.
Positiv bewertet wird bei dem Wettbewerb zunächst eine Wirtschaftsweise, die Boden, Wasser und Luft möglichst wenig belastet, die nicht zu enge Fruchtfolgen wählt und die auch eine artgerechte Tierhaltung aufweist. Daneben gibt es Pluspunkte für naturnahe Flächen in der Feldflur. Auch extensiv bewirtschaftete Wiesenflächen mit spätem Schnittzeitpunkt der Flächen, bei denen vertragliche Vereinbarungen nach dem Kulturlandschaftsprogramm oder dem Vertragsnaturschutzprogramm bestehen, erhalten einen Bonus. Auch der Vernetzungsgrad solcher Flächen, beziehungsweise die Schlaggrößen werden bepunktet. Schließlich spielt auch das Erscheinungsbild des Hofes eine Rolle. Beteiligen können sich alle Landwirte, deren Viehbestand nicht höher als zwei Großvieheinheiten pro Hektar liegt und die keine gentechnisch veränderten Pflanzen zu Versuchszwecken anbauen. Die Unterlagen für den Wettbewerb und die neue BN- Broschüre "Mehr Natur in Hof und Flur - ein Leitfaden für umweltbewusste Landwirte" können bei den Geschäftsstellen der jeweiligen BN-Kreisgruppen oder bei der BN-Landesgeschäftsstelle in Nürnberg, Tel. 0911/818780, angefordert werden. Die Bewertung der Betriebe erfolgt in den Sommermonaten. Ausgezeichnet werden die umweltfreundlichen Bauernhöfe dann im Herbst im jeweiligen Landkreis mit einer Urkunde.
Natürlich fand am Wochenende auch der samstägliche Bauernmarkt statt, so dass neben der breiten Palette der Informationen des BN auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt war. Von Lammbratwürsten und anderen Spezialitäten vom Juralamm bis zu Öko-Bier und -säften wurde die ganze Vielfalt heimischer Produkte angeboten und auch gerne angenommen.
HV