EBERMANNSTADT. Mit "SpielARTen" treffend übertitelt ist die neue Kunstausstellung in der Klinik Fränkische Schweiz. Auf jeweils einer Etage ist um das Atrium einem Künstlerinnentrio Platz geboten, ihre meditativen, realistischen oder dynamisch- expressiven Ausdrucksformen zu präsentieren.
Ganz oben angesiedelt sind die Werke der Zirndorfer Malerin Elisabeth Maidhof, deren Farbschwingungen auf Seide, im Aquarell- oder Ölbild das Ziel haben, den Menschen ein inneres Erleben zu vermitteln. Das Meditative steht bei der Theologie- und Germanistik Studierten auch im Mittelpunkt ihres mit maltherapeutischen Seminaren vielseitigen Kursangebotes.
"Lebenskunst" lautet der Überbegriff, unter dem die ehemalige Lehrerin ihre Arbeit mit Menschen versteht. Als Sprecherin lobte Elisabeth Maidhof bei der Vernissage die besonders weite Atmosphäre des Ausstellungsraumes, die in der Umgebung mit Pflanzen und Wasser im Atrium der Klinik Fränkische Schweiz herrscht. Für die Patienten wünschte sie eine heilkräftige Wirkung der Farben.
Bei der Vorstellung der Künstlerinnen begrüßte Klinik- Geschäftsleiter Peter Krappmann mit Wildgard Hübschmann aus Roßtal eine virtuose Gitarristin. Am Motto der Ausstellung orientiert, mischte die an den Konservatorien in Nürnberg und München ausgebildete Musikerin zu den "SpielARTen" ihre meisterlichen Gitarrenklänge von spanischen und südamerikanischen Komponisten.
Das Ziel der Klinik, im Haus eine familiäre, wohnliche Atmosphäre zu schaffen, unterstützen nach Krappmanns Worten die in der Realität verhafteten Aquarelle und Acrylbilder von Anneliese Hümmer im mittleren Stockwerk. Die friedliche Dorfidylle, und die Flora und Fauna ihrer Lützelsdorfer Umgebung sind Motive und gleichzeitig eine persönliche Therapieform, zu der sie 1989 nach schwerer Krankheit gelangte.
Regelrechte Temperamentsausbrüche offenbaren sich dagegen in den, auf wenige Pinselstriche verkürzten Landschaftsbildern von Gisela Danninger, die im Erdgeschoss zu betrachten sind. Den eigenen Empfindungen ist in den dynamisch - expressiven Werken der Münchnerin die heute in Wiesenthau lebt, freier Lauf gelassen.
Trotz der Vielfalt malerischer Ausdrucksweisen, fand die im Rahmen von "Kunst in der Klinik" durch Projektleiterin Irene Hößl und Carmen Betz wieder hervorragend arrangierte Ausstellungseröffnung diesmal kaum Resonanz.
Es besteht jedoch bis zum 17. September Gelegenheit, sich an den über 80 Exponaten zu erfreuen oder eines zum Schmuck der eigenen Wände zu erwerben
mao