FRÄNKISCHE SCHWEIZ. Im Juli und August bekommt das Wiesenttal hohen Dampfmaschinen-Besuch. Die "Adler", die erste Lokomotive Deutschlands, wird an den Wochenenden ihren Dampf auf der Strecke der DFS in der Fränkischen Schweiz ablassen.
Zugegeben, es ist ein Nachbau der legendären Lokomotive von 1835, die damals, zum ersten Mal in Deutschland, zwischen Nürnberg und Fürth verkehrte. Man sieht es ihr aber nicht an, dass sie erst hundert Jahre später in Kaiserslautern originalgetreu nachgebaut und zum 150-jährigen Eisenbahnjubiläum eingesetzt wurde.
Mit ihren 40 Pferdestärken wird die Adler zwischen dem 22. Juli und 27. August nostalgische Erinnerungen wachrufen. An den Samstagen fährt die Bahn je zwei mal (um 10.15 und 14.15 Uhr) von Ebermannstadt aus nach Behringersmühle (und zurück); an den Sonntagen verkehrt sie im Juli vier mal und im August zwei mal ins Wiesenttal, dann allerdings nur bis nach Streitberg.
Unterwegs wird es an landschaftlich besonders schönen Punkten Fotostopps und Scheinfahrten geben, damit auch die Fotografen auf ihre Kosten kommen und die nur knapp sieben Meter lange Lok mit ihren historischen, in drei Klassen eingeteilten Wägen, für immer auf Zelluloid bannen können.