Ein Werk christlicher Nächstenliebe

"Lernstube" Ebermannstadt erhielt kirchlichen Segen - 17 Kinder betreut

EBERMANNSTADT. Gut Ding braucht Weile. Nach fünf Jahren Beratungen und Planung, Befürworten und Ablehnen durch Stadtrat und Behörden wurde nun endlich die "Lernstube" im Mehrzweckgebäude, Mittelschulweg 11, eingeweiht.

Erschienen waren neben dem Vorsitzenden des Caritasverbandes, der auch Träger der Einrichtung ist, Dr. Gerhard Habermann. Den Segen erteilte der Einrichtung Dekan Pater Eugen Wetzel, Gößweinstein. Von der Evangelisch-Lutherischen Emmausgemeinde wohnte Pfarrer Rudolf Schmitt, vom Dekanat Ebermannstadt der Dekanats- und Diözesanratsvorsitzende Alfons Galster, vom Landratsamt der Jugendamtsleiter des Kreises, Reinhold Leisgang und von der Grundschule Doris Schatz mit einigen Kollegen/innen bei. Von der Stadt Ebermannstadt waren neben Bürgermeister Franz-Josef Kraus die Stadträte Elisabet Götz, Veronika Herlitz, Günther Böhm und Klaus Neuner gekommen.

Stadt gab Räume

Dr. Gerhard Habermann unterstrich die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. Die Stadt stellte die benötigten Räume mietfrei zur Verfügung und gewährte einen Zuschuss von 10000 DM. Mittlerweile besuchen 17 Kinder diese Einrichtung. Ferner liegen sechs Neuanmeldungen vor.

Zwei Erzieherinnen, Anne Singer und Katrin Jänicke, bilden zusammen mit der für die Mittagsbetreuung eingesetzten Sandra Krieger das Personal. Da in der heutigen Zeit das soziale Gefüge einer Großfamilie weitgehend nicht mehr vorhanden sei, bestehe die Notwendigkeit, die Kinder auch außerhalb der Schulzeiten zu fördern und zu betreuen, erklärte Caritas-Vorsitzender Dr. Habermann.

Sinnvolles und kreatives Arbeiten

Hier sollen Kinder und Jugendliche durch sinnvolles und kreatives Arbeiten Erziehung und Erfolg beim Lernen erfahren. Er bedankte sich bei den Eltern, die in vorbildlicher Weise mitgeholfen hatten, die Räume ansprechend zu gestalten.

Der Jugendamtsleiter des Landkreises, Reinhold Leisgang, erinnerte daran, dass insgesamt fünf Jahre beraten und geplant wurde, bis diese wichtige Betreuungs- und Versorgungslücke ausgefüllt werden konnte. Er wünschte sich noch mehr solcher Einrichtungen im Landkreis. Als Geschenk überreichte er das Wappen des Landkreises Forchheim.

Die Kinder der Lernstube trugen ihre Vorstellungen und Wünsche für die Zukunft abwechselnd in Reimform vor. Bürgermeister Franz-Josef Kraus bekräftigte, dass alle betroffenen Stellen optimal mit der Stadt zusammengearbeitet hätten, um dieses Projekt zu realisieren. Kraus stellte klar, dass dies eine freiwillige Leistung der Kommune sei.

Den Segen Gottes rief Pater Eugen Wetzel auf die Einrichtung herab. Er nannte die Lernstube ein "Werk der christlichen Nächstenliebe". Hier werde den Kindern nicht nur Wissen und Können für den Kopf vermittelt, sondern auch Liebe und Güte für das Herz.
HV


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