Überall klackert und tackert es

Kläranlage Ebermannstadt wird für 2,3 Millionen Euro total saniert

EBERMANNSTADT. Satte 2,3 Millionen Euro verschlingt der Umbau der Kläranlage Ebermannstadt. Diesen Betrag nannte Matthias Kraft vom Planungsbüro Baur Consult, Pegnitz, der vor dem Bauausschuss die anstehenden Maßnahmen erläuterte. Und die Zeit drängt, denn bereits Ende nächsten Jahres, soll das Projekt abgeschlossen sein.

Anhand einer Skizze erläuterte Kraft, dass sowohl der Grobrechen, als auch die Mechanik des Klärbeckens erneuert werden müsse. Die Mechanik klackert und "tackert" und kann nicht mehr verstellt werden, unterstrich Bauamtsleiter Erich Seitz die Dringlichkeit der Maßnahme. Im Nachklärbecken sei der Sauerstoffeintrag viel zu hoch, so dass auch hier Renovierungsmaßnahmen unumgänglich seien. Neu entstehen soll ein Belebungsbecken, das kaskadenförmig angelegt werden soll. Je nach Art des Abwassers und je nach Jahreszeit könne die Reinigungsleistung dann gezielt gesteuert werden.

Bau-Experte Kraft empfahl, die derzeit niedrigen Baupreise auszunutzen. Die Voraussetzungen seien günstig, denn der Zuwendungsantrag sei gestellt, der Bescheid bereits erteilt. Der Bauausschuss stimmte daher der Ausarbeiteung der Detailplanung und der Ausschreibung der Arbeiten zu.

Europaweite Ausschreibung

Die Arbeiten sollen übrigens europaweit ausgeschrieben werden. Das Maßnahmenpaket soll in drei Lose (Maschinen, Bautechnik und Elektro- und Steuerungstechnik) aufgeteilt werden. Separat vergeben werden soll die Betonsanierung der Nachklärbecken, mit der eine Fachfirma beauftragt werden soll. Zur Sicherheit hatte das Plangungsbüro die einzelnen Posten noch einmal nachgerechnet, da die Grobplanung bereits ein paar Jahre alt war. Die Ausschreibung, so Kraft basiere daher auf den aktuellsten Daten.

Aufgrund der vorgeschriebenen Fristen könne frühestens im ersten Quartal nächsten Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden. Damit die Arbeiten der unterschiedlichen Firmen bestmöglich aufeinander abgestimmt werden können, soll ein Zeitplan aufgestellt werden, an den sich die Unternehmen halten müssen. Dadurch soll verhindert werden - wie schon einmal geschehen - dass hochsensible Geräte zu früh geliefert und monatelang gelagert werden müssen.

Josef Hofbauer


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