Stabwechsel bei FSV ist jetzt vollzogen
Laudatio auf Karl Theiler - Optimismus als Basis
EBERMANNSTADT. Die jüngste Hauptversammlung des Fränkische-Schweiz-Vereins brachte einen Generationswechsel in der Vereinsspitze. Karl Theiler, Hauptvorsitzender seit 1989 und Nachfolger des legendären Fritz Preis, "hat seine Arbeit gut gemacht". Diese Lob erhielt Theiler von allen Rednern.
"Der Kapitän geht von Bord und auch der Steuermann" meinte Landrat Reinhardt Glauber in seiner Laudatio auf den früheren Bürgermeister und jetzigen Ehrenbürger der Stadt Ebermannstadt. Der "gewürfelte Franke" (diese Auszeichnung erhielt Theiler vor einigen Jahren durch den oberfränkischen Regierungspräsidenten überreicht) ist für Glauber ein Mann "mit enormen Kenntnissen in allen Bereichen".
"Mahner für die menschlichen Werte"
Als "Mahner für menschliche Werte", für den Erhalt natürlicher Ressourcen und den Erhalt der kulturellen Besonderheiten habe sich Theiler weit über das normale Maß hinaus für die gesamte Region engagiert. Er habe positiven Einfluss genommen auf die Arbeit der Arbeitskreise und die Entwicklung des FSV.
Theiler habe aber noch andere Seiten, die ihn zu einer liebenswerten Persönlichkeit machten. Als "fränkischer Fregger" nehme er kein Blatt vor den Mund und sage gerade heraus, was er denke. Er sei Poet und Maler und trotzdem "ein Mensch wie du und ich", betonte Glauber. Mit seiner auf Bodenständigkeit beruhenden Art habe sich der scheidende Hauptvereinsvorsitzende viele Freunde im weiten Umkreis gemacht.
Engagement ist noch viel breiter
Karl Theiler ist und macht noch mehr. Sein Engagement im Ebermannstädter Faschingsverein verrät die unbändige Freude am Leben. Als gläubiger Katholik pflegt er seit Jahrzehnten die Krippe in der Ebermannstädter Stadtpfarrkirche und geht als Vorbeter Prozessionen voran.
Über sich sagte er selbst bei seiner Wahl zum Hauptvereinsvorsitzenden vor zwölf Jahren: "Vergleichen Sie mich nicht mit Fritz Preis. Ich bin kein väterlicher Typ wie er. Aber ein großer Optimist und mit großem Humor ausgestattet, und das wird die nächsten 30 Jahre so bleiben. Ich möchte nämlich mindestens 100 Jahre alt werden."
Theilers Rat bleibt weiter gefragt
Möge Theiler noch viele Jahre leben, zum Wohle der Region, das wünschte sich auch sein Nachfolger Paul Pöhlmann. Er will noch oft auf den Rat seines Vorgängers hören.
löw
© FT 2001 - Der Inhalt der Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten
sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung,
insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und
jede Form von gewerblicher Nutzung sowie der Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in
überarbeiteter Form - ohne Zustimmung des FT sind untersagt.