Blauer Bauwagen für Feuerstein

Landvolkshochschule hat durch Eigeninitiative neuen Werbeträger

EBERMANNSTADT. Vor dem Backsteinhaus der Katholischen Landvolkshochschule Feuerstein steht ein großer himmelblauer Bauwagen. Das Geheimnis des über sechs Meter langen fahrbaren Hauses wurde beim jüngsten Herbsttreffen der Ehemaligen der Landvolkshochschule gelüftet.

Das Ungetüm soll nicht nur ein Solar-Infomobil werden, sondern quer durch das Frankenland ziehen und werben für den Feuerstein. Bei Festen, Veranstaltungen und Ausstellungen soll der Bauwagen Flagge zeigen, meinen die Initiatoren dieser ungewöhnlichen Aktion. Es sind die Teilnehmer des Hauptkurses der Landvolkshochschule, der alljährlich das Herzstück des Bildungshauses war und bleiben soll. So soll der Wagen auch werben für eine permanente Bildungsoffensive, für die Regionaltheke und alternative Energien.

Als Theaterwagen über das Land

Die jungen Leute denken aber auch daran, das Fahrzeug als Theaterwagen zu nutzen, in die Städte und Märkte zu fahren, an einem zentralen Platz zu halten und spontan durch ein mimisches Spiel aufmerksam zu machen auf die Herausforderungen der Zeit.

Im Frühjahr wurde der Bauwagen bei einer Zwangsversteigerung kostengünstig für die Katholische Landvolkshochschule erworben. Der Ex-Hauptkursler Bernhard brachte das Fahrzeug mit seinem Traktor von Modschiedel auf den Feuerstein.

Der Wagen mit seinen vier Fenstern, zwei Räumen, einer Sitzgelegenheit mit Tisch und Garderobe hat auch Gasheizung, Strom- und Telefonleitung. Das Fahrzeug war stark verschmutzt, doch in gutem technischen Zustand. Vier diesjährige Hauptkursler, Bernhard, Stefan, Dominik und Susanne, putzten das Gefährt. Sie schrubbten, spritzten und kratzten es sauber. Klar ging dabei einiges vom Lack ab. Zwei Wochen später tauchten Stefan und Bernhard den Wagen in Himmelblau.

Ein Stein, umspielt von Feuer

Außerdem wurden noch die Gaslampen abgenommen und die Stromzufuhr überprüft. Im Sommer trafen sich Dagmar, Cordula, Susanne und Dominik zur weiteren Außengestaltung. Seither prangt ein großer Stein, umspielt von Feuer, auf dem Heck des Wagens. Über die weitere Gestaltung Fahrzeugs zerbrechen sich die künftigen Fahrleute der Landvolkshochschule noch den Kopf. Auch dafür wird eine Lösung gefunden werden.

Zwischenzeitlich wurde eine frostsichere Solaranlage auf den Wagen montiert. Als Ausweichquartier soll der Wagen in der Bauphase, die in Bälde auf die Landvolkshochschule zu kommt, auch dienen. Auch sonst ist er als kleiner Gruppenraum nutzbar. Die Kursbürgermeisterin des Hauptkurses 2001, Susanne Schmidt, lädt alle Ehemaligen zur Beteiligung an dem Projekt ein; auch durch den Kauf einer "Aktie". Ein Name für den Feuersteinwagen wird noch gesucht.

Redakteur fpo


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