Das Ungetüm soll nicht nur ein Solar-Infomobil werden, sondern quer durch das Frankenland ziehen und werben für den Feuerstein. Bei Festen, Veranstaltungen und Ausstellungen soll der Bauwagen Flagge zeigen, meinen die Initiatoren dieser ungewöhnlichen Aktion. Es sind die Teilnehmer des Hauptkurses der Landvolkshochschule, der alljährlich das Herzstück des Bildungshauses war und bleiben soll. So soll der Wagen auch werben für eine permanente Bildungsoffensive, für die Regionaltheke und alternative Energien.
Im Frühjahr wurde der Bauwagen bei einer Zwangsversteigerung kostengünstig für die Katholische Landvolkshochschule erworben. Der Ex-Hauptkursler Bernhard brachte das Fahrzeug mit seinem Traktor von Modschiedel auf den Feuerstein.
Der Wagen mit seinen vier Fenstern, zwei Räumen, einer Sitzgelegenheit mit Tisch und Garderobe hat auch Gasheizung, Strom- und Telefonleitung. Das Fahrzeug war stark verschmutzt, doch in gutem technischen Zustand. Vier diesjährige Hauptkursler, Bernhard, Stefan, Dominik und Susanne, putzten das Gefährt. Sie schrubbten, spritzten und kratzten es sauber. Klar ging dabei einiges vom Lack ab. Zwei Wochen später tauchten Stefan und Bernhard den Wagen in Himmelblau.
Zwischenzeitlich wurde eine frostsichere Solaranlage auf den Wagen montiert. Als Ausweichquartier soll der Wagen in der Bauphase, die in Bälde auf die Landvolkshochschule zu kommt, auch dienen. Auch sonst ist er als kleiner Gruppenraum nutzbar. Die Kursbürgermeisterin des Hauptkurses 2001, Susanne Schmidt, lädt alle Ehemaligen zur Beteiligung an dem Projekt ein; auch durch den Kauf einer "Aktie". Ein Name für den Feuersteinwagen wird noch gesucht.
Redakteur fpo