Für alle was keiner mehr braucht

Fritsche eröffnete dritten privaten Wertstoffhof in Ebermannstadt

EBERMANNSTADT. Landrat Reinhardt Glauber, Bürgermeister Franz Josef Kraus, seine Stellvertreter und fast alle Stadträte gaben sich die Ehre, als in Ebermannstadt der 38. Wertstoffhof des Landkreises offiziell eröffnet wurde.

"Hier können sie alles los werden, was sie zuhause nicht mehr brauchen" versicherte der Senior-Chef des Entsorgungsunternehmens Fritsche in Forchheim, Peter Haensch.

Der geräumige, 2000 Quadratmeter große Wertstoffhof in Ebermannstadt ist der dritte, den der Entsorger auf eigene Rechnung erstellt hat. Noch lägen nicht alle Rechnungen vor, doch dürfe von reinen Baukosten von weit über 100.000 Euro ausgegangen werden.

Manfred Knorr, DSD-Bauftragter bei der Firma Fritsche, unterstrich den großen Servicecharakter des Wertstoffhofes. Hier können neben den 13 unterschiedlichen Wertstoff-Fraktionen auch Leichtstoffröhren, Elektronikschrott, Kabelreste oder Monitore, Kühlschränke und Fernsehgeräte gratis entsorgt werden. Ebenso kann Grüngut, Bauschutt und Sperrmüll angeliefert werden. Das meiste sogar unentgeltlich.

Ein kleiner Unkostenbeitrag wird bei der Anlieferung von Reifen (mit und ohne Felgen) erhoben. Die Ebermannstadter können aber auch komplett ihren "gelben Sack" am Wertstoffhof abliefern.

Und die Palette soll in Zukunft noch mehr ausgeweitet werden. So wird derzeit auch die Annahme von Problemmüll in Erwägung gezogen.

Bürgermeister Franz Josef Kraus erinnerte an die Hintergründe, die zu diesem Wertstoffhof geführt hatten. "Vor zehn Jahren waren wir die Ersten, die überhaupt einen Wertstoffhof hatten, jetzt sind wir die ersten im Landkreis, die einen privaten Wertstoffhof haben" freute sich Kraus.

Landrat Reinhardt Glauber zeigte sich zuversichtlich, dass bei den auf Kreisebene noch zu klärenden Fragen im Bereich der Abfallwirtschaft bald eine Lösung gefunden wird. Dann werde in diesem Bereich jene Ruhe einkehren, die für eine effiziente Arbeit notwendig ist.

Im Hinblick auf auslaufende Verträge hoffte Glauber, dass der Landkreis weiter "mit dem Vertragspartner zusammenarbeiten kann, mit dem wir zufrieden sind". Das Unternehmen Fritsche habe sich bisher innovativ und kreativ gezeigt. Und auch die Bürger hätten die Wertstoffhöfe als "Kommunikationszentren" schätzen gelernt. In diesem Sinne wünschte Glauber, dass sie noch mehr als bisher genutzt werden.

JH


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