Das Problem tauchte auf, als der gelernte Klempner nach einer Hüftoperation auf Krücken angewiesen war. "Als ich sie ans Bett lehnte, sind sie ständig weggerutscht und umgefallen. Bei der Reha war es das Gleiche. Als ich aus dem Bad stieg, musste ich unter zwei Dutzend Krücken meine herausfinden. Da hab ich sie farbig markiert, aber eine Lösung war das natürlich nicht", erinnert sich der heute 64-jährige Erfinder.
Wieder zu Hause, machte sich Alfred Rohner daran, eine Gehhilfen-Halterung zu basteln. Er entwickelte "Parkplätze für Krücken", individuell abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse. So entstanden Einzel und Paarhalter, mit und ohne Schiene. Besonders praktisch: Der Krückenhalter zum Mitnehmen. Er kann problemlos an jedem Tisch oder am Stuhl festgeklemmt werden und sorgt dafür, dass die Gehhilfen jederzeit in Griffweite sind. Sogar für Krankenbetten dachte sich Rohner Gehhilfen-Halterungen aus.
Ob zu Hause, im Lokal oder in der Klinik, im Seniorenheim oder im Schwimmbad, das Suchen nach der eigenen Gehhilfe oder das noch lästigere Bücken, wenn der Stock wieder einmal unter den Tisch gefallen ist, sollte ein für allemal der Vergangenheit angehören. Rohner baute die ersten Haltevorrichtungen für Gehhilfen und präsentierte sie unter dem Namen "alfrohn" auf der Internationalen Ausstellung "Ideen, Erfindungen, Neuheiten" 1997 in Nürnberg. Sein Slogan: "Kein Suchen, kein Bücken, es gibt alfrohn für die Krücken".
Das Patent beantragte der Erfinder, der bei der Produktion von seinem Sohn Klaus, einem gelernten Installateuer unterstützt wird, am 30.Oktober 1997. Vergangenen Monat erhielt er unter der Nummer 19748046 das Patent für seine Gehhilfen-Haltervorrichtungen zuerkannt.
Verkauft hat Rohner bisher nur wenige Exemplare, wennngleich Rohner in Seniorenheimen, Bädern und Reha-Einrichtungen, Krankenhäusern und Kliniken einen enormen Bedarf ausgemacht hat. Nächster Schritt ist, die Erfindung bekannt zu machen und parallel dazu einen Vertrieb aufzubauen.
JH