Leiten, unterrichten, telefonieren

Schulchefs diskutierten das Thema Personalführung - Positiver Weg

FORCHHEIM-LAND. Über 60 Schulleiterinnen und Schulleiter aus dem gesamten Landkreis Forchheim trafen sich mit ihren Stellvertretern zum dritten pädagogischen Wochenende im Tagungshotel Haßberge in Hofheim, um gemeinsam das Thema "Personalführung an der Schule" zu diskutieren.

Die Schulräte Gerhard Koller, Rolf Steidel und Günter Heinemann hatten mit einem Team aus dem Bereich der Schulleitungen diese Tagung vorbereitet. Standen bei den bisherigen Tagungen spezielle Einzelthemen im Mittelpunkt (Teamentwicklung an der Schule, Mitarbeitergespräche), so ging es diesmal um den gesamten Bereich der Personalführung und Personalentwicklung.

In verschiedenen Arbeitsgruppen und Themenblöcken bearbeiteten die Schulleitungen die Felder "Unterstützung der Lehrkräfte", "Förderung künftiger Führungskräfte", "Mitwirkung bei der Beurteilung", "Aufbau neuer Leitungsstrukturen", "Mitverantwortung und Beteiligung an Entscheidungen", "Hospitationen im Unterricht". Dass diese Tagung auch der Förderung der gegenseitigen Zusammenarbeit und damit auch der Verbesserung der Arbeitsökonomie dient, ist ein positiver Zusatzeffekt, der gerade im Bereich der Schulleitung dringend notwendig ist. Denn in den letzten Jahren hat die Aufgabenfülle deutlich zugenommen, während notwendige Entlastungen kaum zu verzeichnen sind.

Reichlich Stunden

So ist das hohe Stundenmaß (zwischen 14 und 22 Wochenstunden), das Schulleiter an Grund-, Haupt- und Förderschulen neben den Schulleitungsaufgaben noch zu erbringen haben, in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Durch die Einführung des verpflichtenden Arbeitszeitkontos, das auch Schulleiter trifft, müssen sie fünf Jahre lang eine Stunde unentgeltlich mehr Arbeit und häufig auch noch eine Klassenleitung übernehmen.

Gleichzeitig ist die Ausstattung der Schulen mit Verwaltungskräften nach wie vor unbefriedigend: Erst ab acht Klassen steht einer Grund- und Hauptschule eine Sekretärin mit knapp 13 Stunden Arbeitszeit zur Verfügung. So pendeln viele Schulleiter jeden Morgen zwischen Klasse, Lehrerzimmer, Sekretariat und Telefon, um wenigstens auch die Anrufe der Eltern, die ihre Kinder entschuldigen müssen, entgegennehmen zu können.

Im Mittelpunkt der Tagung standen jedoch die gemeinsamen Arbeitsergebnisse, die die intensive Diskussion an beiden Tagen prägten. In seinem Dank an die beteiligten Moderatoren (Inge Bockwinkel, Dormitz, Bertie Nonhoff, Heroldsbach, Gabriele Thiem, Ebermannstadt, Wolfgang Blos, Effeltrich, Heinz Clemens, Kirchehrenbach und Rolf Scheller, Gößweinstein) wies Schulamtsdirektor Gerhard Koller nochmals auf die Notwendigkeit gemeinsam erarbeiteter Veränderungsprozesse hin.

Der im Landkreis Forchheim beschrittene Weg der Schulentwicklung habe in den letzten Jahren weit über die Grenzen des Kreises hinaus Anerkennung und Beachtung gefunden. Die positive Resonanz der Lehrkräfte, das hohe berufliche Engagement, die breite Beteiligung an Schulversuchen und Projekten, das positive Betriebsklima an den Schulen und eine hohe Zufriedenheit der Eltern mit der Arbeit an ihren Schulen seien Belege für diese erfolgreiche Arbeit.


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