4000 Starter sind die Obergrenze

Im nächsten Jahr mit Halbmarathon - Sportlicher Leiter zufrieden

Knapp 2000 Athleten waren gemeldet, genau 1830 wagten sich gestern Vormittag in Forchheim auch auf die Marathonstrecke - 1269 Läufer und 561 Skater. Nachdem sich die Ankunft der Teilnehmer mit den Zubringerbussen aus dem Marathonzelt in Ebermannstadt verzögert hatte, gingen die Skater mit zehnminütiger Verspätung um 9.40 Uhr ins Rennen. Dafür wurden die Läufer drei Minuten vor dem offziellen Start um 10 Uhr losgeschickt. "Ich bin froh, dass wir die Leute draußen auf der Strecke haben", meinte der sportliche Leiter des Fränkische-Schweiz-Marathons, Rainer Kestler, erleichtert, "denn die Läufer sind schon zappelig geworden".

Eine Handvoll Marathonis, die etwas spät dran waren, wetzten dem Feld hinterher. Doch am Ende konnte Kestler, der als Moderator agierte zufrieden resümieren: "Start und Organisation haben geklappt, wichtig war, dass bei den Skatern keiner gestürzt ist. Die Stimmung war sehr gut, vor allen Dingen eignet sich unser historischer Rathausplatz hervorragend für solche Sachen. Und wir haben eine wunderbare Laufstrecke hinein in eines der schönsten Täler Bayerns."

Mit etwas Wehmut, gestand Kestler, habe er schon auf die Läuferschar geblickt, auch wenn er kein Marathonläufer, sondern Spezialist über 10 km ist. "Aber es war für mich ein Traum, beim Startschuss dabei zu sein", meinte der sportliche Leiter und versprach: "Angesichts dieser Resonanz werden wir im nächsten Jahr wieder einen Marathon machen. Wir müssen aber von dieser ersten Veranstaltung lernen, denn es gab logistische Probleme."

Nach ersten Schätzungen rechnet er im nächsten Jahr mit "ein Drittel mehr" Teilnehmern. Denn anders als in diesem Jahr soll der Fränkische-Schweiz-Marathon 2001 nicht gleichzeitig mit dem Berlin-Marathon gelaufen werden. "Wir könnten beim Start die Läufer in Gruppen in den Seitenstraßen aufstellen, aber 4000 wäre die Obergrenze", meint Kestler.

Ob so viele kommen werden, ist aber durchaus fraglich, denn Hobby- wie auch Spitzenläufer stießen gestern angesichts der hohen Temperaturen und der anspruchsvollen Strecke mit den Steigungen an ihre Grenzen. Ein Kinderspiel - das sagten viele im Ziel - sei dieser Lauf mit Sicherheit nicht gewesen, vielmehr ein Kampf nur ums Ankommen. Vielleicht ist ein Halbmarathon (21,1 km) für so manchen Läufer die richtige Alternative: Diese Strecke soll im nächsten Jahr in der Fränkischen ebenfalls angeboten werden.

rm


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