EBERMANNSTADT. Was ist ein Wort von Landrat Reinhardt Glauber überhaupt wert? So fragte sich die engere Vorstandschaft des CSU-Ortsverbandes Ebermannstadt beim Thema Erhalt der Ambulanz an der Klinik Fränkische Schweiz.
Hatte Glauber noch vor der Unterschriftenaktion des CSU- Ortsverbandes sowie der Seniorenvertretung Ebermannstadt für den Erhalt der Ambulanz auch für Kassenpatienten, lauthals verkündet: "Die Kuh ist vom Eis", musste er nun "kleinlaut eingestehen", so CSU-Chef Franz Josef Kraus, dass seine Bemühungen erfolglos waren. Die Schuld nun bei den Aktivitäten der CSU und den Senioren zu suchen, die sich für den Erhalt der Ambulanz für alle eingesetzt hatten, sei "mehr als billig".
Wie der Ortsvorsitzende, Bürgermeister Franz Josef Kraus berichtete, hat Manfred Kähler, Sprecher der Seniorenvertretung, sein größtes Bedauern über die starre Haltung des Zulassungsausschusses der Kassenärztlichen Vereinigung in Bayreuth ausgedrückt. Durch diese Entscheidung würden Kassenpatienten, vor allem aber ältere Menschen, "in höchster Weise diskriminiert". Er fand es außerdem verwunderlich, dass Internisten im Landkreis zugelassen werden, ohne dass dabei die geographische Lage berücksichtigt wird.
Darauf angesprochen, will sich Kraus als Stadtoberhaupt dafür einsetzen, dass internistische Praxisräume zur Verfügung stehen, wenn sich ein Facharzt in Ebermannstadt niederlassen will. Dabei wäre eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik Fränkische Schweiz in Form einer Apparategemeinschaft zu begrüßen.
Solange jedoch entsprechende Nachfragen nicht vorliegen, will sich die CSU Ebermannstadt, genauso wie die Seniorenvertretung, für den uneingeschränkten Erhalt der internistischen Ambulanz einsetzen.
Dafür erhoffen sie sich auch entsprechende Hilfestellung von der Bayerischen Gesundheitsministerin Barbara Stamm.
eB