Positiv stimmte Landrat Reinhardt Glauber, den Vorsitzenden des Gebietsausschusses Fränkische Schweiz, dass die Fränkische Schweiz laut einer Umfrage des Meinungsforschungfsinstitutes EMNID unter allen fränkischen Regionen mit über 70 Prozent den weitaus höchsten Bekanntheitsgrad vorweisen kann. Daraus schließt der Landrat, die Öffentlichkeitsarbeit war erfolgreich.
Besonders werbewirksam hätten sich Medienberichte über die Fränkische Schweiz herausgestellt. So sei über die Region in Rundfunk und Fernsehbeirägen im In- und Ausland berichtet worden. Als Beispiele nannte Glauber einen 40-minütigen Beitrag im hessischen Fernsehen unter dem Titel "Nix wie raus" und die Musiksendung "Straße der Lieder", die durch die Fränkische Schweiz führte. Auch die kulinarischen Reisewege befassten sich mit dieser Region.
Sehr zufrieden zeigte sich Glauber auch mit dem Internet Marketing. Hier habe es 1,4 Millionen Seitenzugriffe von 160000 Besuchern gegeben. Täglich gingen bei der Tourismuzszentrale in Ebermannstadt zehn bis 20 E-Mail Anfragen ein.
Aufwändig aber unverzichtbar seien nach wie vor die Beschickung der Toiuristikmessen. Insgesamt war die Tourismuszentrale bei 17 Veranstaltungen vertreten. Um Kosten und Kräfte zu sparen, wird die Zuammenarbeit zwischen den oberfränkischen Ferienregionen intensiviert.
Aufgrund der Anzeigenwerbung habe es 12000 Prospektanfragen eggeben. Bei der Kollektivwerbung mit dem Tourismusverband Franken liege die Fränkische Schweiz mit 200 Prospektanfragen unmittelbar hinter dem Altmühltal auf Platz zwei.
Die erste Kirschenkönigin der Fränkischen Schweiz habe nicht nur die Obstbauregion, sondern die ganze Fränkische Schweiz vertreten. Nicht minder erfolgreich seien die "scharfen Wochen" verlaufen, bei denen 36 Gastronomiebetriebe Meerettichgerichte aus der Region anboten.
Um die Palette der Urlaubsmöglichkeiten in der Fränkischen Schweiz zielgruppengerecht bewerben zu können wurden 18 Broschüren erstellt, darunter die beiden neuen Faltblätter "kinderfreundliches Landleben" und der "Kirchweihführer". Das Verkaufsinstrument Nummer eins ist aber immer noch der 214 Seiten starke Urlaubskatalog, in dem 680 Anbieter vertreten sind und der in einer Auflage von 350000 Exemplaren gedruckt wurde.
Trotz aller Erfolge und Zuversicht regte Landrat Reinhardt Glauber "Strategiegespräche" an. Wir sollten uns fragen, ob wir uns nicht gemeinsam aufmachen sollten, nach neuen Wegen und Zielen im Tourismusbereich zu suchen, so Glauber. Erst wenn ein Ziel exakt definiert sei, könne gezielt darauf hingearbeitet werden. Eingeladen dazu sind neben den Verkehrsamtleitern und Bürgermeistern die Mitgleider der Arbeitsgemeinchaft Fränkische-Schweiz-Hotels, der Fränkische-Schweiz-Verein, aber auch IHK und der Naturparkverein Fränkische Schweiz/Veldensteiner Forst. Festgelegt werden soll, wohin aus touristischer Sicht, die Reise in den nächsten zehn Jahren gehen soll.
Dies wurde von den Tagungsteilnehmern einhellig begrüßt. Paul Pöhlmann (Wiesenttal) erinnerte daran, dass die Jugend von heute die Gäste von morgen seien und deshalb die Idee der Marktgemeinde Heiligenstadt, die Mountainbike- Touren anbieten will, auf die ganze Region ausgedehnt werden müsse. Darüber hinaus müssten die Paddelbootfahrer ebenso als Gäste gehalten werden wie die Fliegenfischer.
Thomas Bernard, Leiter des Verkehrsamtes Pottenstein, bekräftigte, dass die Urlaubsregion Fränkische Schweiz nur dann ihren Stellenwert auf dem Markt behalten oder ausbauen könne, wenn sie als Einheit auftritt. Daher warnte er vor einem Auseinanderdriften der Region und mahnte erneut ein Verkehrskonzept für die gesamte Fränkische Schweiz an. Er forderte, in den von Landrat Glauber angeregten Gesprächen die positiven Seiten jeder Gemeinde herauszustellen und sie in ein Gesamtkonzept einzubinden. Dies erhöhe die Effizienz, die Glaubwürdigkeit und die Identität einer Region.
Um Gäste hierher zu locken wurden neuen Plakate gedruckt, die thematisch gestaltet wurden und unter den Schlagworten "eintauchen", "entdecken", "erleben" und "genießen" unterschiedliche Aspekte wie den bisher unzureichend vermarkteten Blütenzauber im Frühjahr, das Landleben, die Landschaft mit den Tropfsteinhöhlen oder die leiblichen Genüsse in den Vordergrund stellen. Ausdrücklich begrüßte der Chef der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz, Franz Xaver Bauer, die geplante Kulturroute im westlichen Landkreis Forchheim, die im Rahmen des Leader Projektes eingerichtet werden soll. Der Förderung des sanften Tourismus diene auch die Umsetzung der "Regionalen Speisekarte" durch den Landkreis Bayreuth. Zudem gelte es, Anlässe wie den heuer zum zweiten Mal ausgetragenen Fränkische-Schweiz Marathon zu schaffen, um eine neue Klientel für die Region zu interessieren.
Josef Hofbauer