Der Referent bejahte grundsätzlich die Kraft des positiven Denkens. Doch ist nicht alles machbar, auch wenn man es nachdrücklich will, schränkte Wilke ein. Utopische Ziele könnten auch durch intensives Wollen nicht erreicht werden. Die Ziele müssten im Rahmen des Möglichen und Nötigen bleiben. So seien nicht alle Krankheiten “wegzudenken”. Auch stelle sich die Frage offen, ob alles Gewünschte gut sei. Hier spiele die Sinnfrage eine wichtige Rolle. Sicherlich ist das positive Denken ein Weg zum Glück, meinte Wilke.
Wesentlich sei es, sich nicht unnötig um das Morgen zu sorgen oder der “verpatzten” Vergangenheit nachzutrauern, sondern sich kraftvoll der Aufgabe der Gegenwart zu stellen. Auch Jesus Christus habe schon vor 2000 Jahren vor übertriebenen Sorgen gewarnt, so der Referent. Wichtig sei es zudem, das Selbstbewusstsein zu stärken und sich nicht nur seiner Fehler, sondern auch seiner Stärken bewusst zu sein.
Der Theologe meinte: “Der Optimist sieht in jedem Problem eine Chance und der Pessimist in jeder Chance ein Problem”. Zum Lebenserfolg gehöre eine gute Zeiteinteilung. So solle man nicht nur leben, um zu arbeiten, sondern auch arbeiten, um zu leben. So gelte es, den Alltag richtig organisieren zu können und Mut zu richtigen Entscheidungen zu haben. Auch müsse man lernen, Ärger aushalten, aber auch schöne Momente bewusst erleben zu können.
Dass sich die Menschen in einer Zeit der großen Umbrüche und Neuerungen befinden, berücksichtige der Referent. Trotz vieler Probleme müsse man jedoch erkennen, dass es nicht nur Schlechtes auf der Welt gibt.
fpo