Gründerzentrum für Ebermannstadt?
CSU präsentiert ihre Stadtrats-Kandidatenliste
EBERMANNSTADT. Nach der erneuten Nominierung von Bürgermeister Franz Josef Kraus als Bewerber für das Bürgermeisteramt hat der CSU-Ortsverband Ebermannstadt bei einer Aufstellungsversammlung die Weichen für die Kommunalwahl am 3. März 2002 gestellt. Die Kandidatenliste steht.
Bürgermeister Franz Josef Kraus stellte die Schwerpunktarbeit der CSU in der zu Ende gehenden Wahlperiode heraus. Dabei nannte er die Errichtung des Seniorenzentrums für Betreutes Wohnen und Wohnpflege unter Leitung des Evangelischen Siedlungswerkes einen besonderen Höhepunkt. Des weiteren verwies er auf die Innenstadtgestaltung und die Ausweisung von Gewerbeflächen, Baulandausweisung mit einem entsprechenden Programm, die Anstellung der Jugendpflegerin Jutta Laube und die Umwandlung der bisherigen Lernstube in einen Kinderhort. Viele dieser Punkte seien auf Initiativen der Ebermannstadter CSU, der Stadträte und Bürgermeisters Franz Josef Kraus zurückzuführen.
Wahlprogramm ausgearbeitet
Die Bewerber für die Stadtratswahlen - darunter fünf Nicht-CSU-Mitgleider - haben ein detailliertes Wahlprogramm erstellt. Schwerpunkte bilden die Themen Familie, Natur und Umwelt, Vereine und Kulturelles, sowie Stadtentwicklung und Dorferneuerung und schließlich Wirtschaftsentwicklung und Fremdenverkehr. In Arbeitskreisen werden die bereits detailliert vorliegenden Punkte weiter ausgearbeitet. So wird u.a. angeregt, über ein Gründerzentrum in Ebermannstadt nachzudenken.
Bürgermeister Franz Josef Kraus berichtete auch über die zu errichtende Mehrzweckhalle, bei der das Raumprogramm noch festgelegt werden muss und über deren Errichtung in einem Architektenwettbewerb entschieden werden soll. Der erste Bauabschnitt der Busumsteigeanlage mit der "Ringlösung" soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden.
Schandfleck ist Schuld der Bahn
Ein ungelöstes Problem und "ein seit Jahren andauerndes Ärgernis" stellt nach Worten von Bürgermeister Kraus der Bahnsteig der Deutschen Bahn dar. Obwohl die Stadt Ebermannstadt seit über drei Jahren die ehemalige Ladestraße ansprechend ausgebaut habe, sei die Deutsche Bahn AG in der gleicher Zeit nicht in der Lage gewesen, positiv über den Bahnsteigausbau mit Kosten von rund 180.000 DM zu entscheiden. Deshalb unterstrich Kraus, dass die Stadt Ebermannstadt in diesem Bereich für das unschöne Eingangsbild nicht zuständig sei.
Bedauert wurde die Situation der ehemaligen Ebermannstadter Baufirma Blank. Von dem laufenden Insolvenzverfahren seien sehr viele Familien betroffen. "Jeder verlorene Arbeitsplatz macht betroffen" bekräftigte Bürgermeister Kraus. Die CSU hofft nun auf den Insolvenzverwalter, der vielleicht durch eine Auffanggesellschaft das Schlimmste verhindern könnte.
HV
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