Noch sei die Sache nicht hundertprozentig perfekt, doch habe Ebermannstadt gute Chancen, in Bälde zum Mittelzentrum aufzusteigen. Es fehlt nur die Zustimmung des Umweltministeriums, des Ministerrates und des Bayerischen Landtages. Bürgermeister Franz Josef Kraus ist allerdings optimistisch, dass sich diese Gremien der Regierung von Oberfranken anschließen, die eine Aufstufung von Ebermannstadt vorgeschlagen hatte.
Diese Punkte seien im Fall Ebermannstadt nachgewiesen, wenngleich die geforderte Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt) nur als halber Punkt veranschlagt wurde. Ebenfalls nur zur Hälfte angerechnet werde das Krankenhaus, weil es keine "Vollversorgung" gewährleiste. "Aber diese beiden halben Puntke geben auch einen ganzen, so dass wir die geforderten Kriterien erfüllen" gibt sich Bürgermeister Kraus selbstbewusst.
Ein Mittelzentrums sei in erster Linie als bedeutender Einzelhandels-Standort mit einem eigenständigen Arbeitsmarkt definiert. So habe Ebermannstadt in etwa gleich viele Ein- und Auspendler. Ebenso sei ein quantitativ und qualitativ gesteigertes Angebot an Dienstleistern nachgewiesen. Auch Ärzte, Apotheken und soziale Pflegeeinrichtungen, sowie ein entsprechendes Bildungsangebot sei vorhanden. Ebenso kann Ebermannstadt auf ein entsprechendes ÖPNV-Angebot und auf eine Polizeiinspektion verweisen.
Durch den Schulverbands- sprengel und eine Untersuchung, die belegt, dass Teile von Heiligenstadt und Egloffstein voll auf Ebermannstadt ausgerichtet sind, könne die Stadt auch nachweisen, dass sie "Zentralversorger" für rund 30000 Einwohner ist.
Die endgültige Entscheidung über den Status von Ebermannstadt soll im nächsten halben Jahr fallen.
Josef Hofbauer