RÜSSENBACH. Trotz Zusagen habe sich seit Monaten nichts getan. "Es stinkt weiterhin und auch der Ölfilm auf den Fenstern gehört zum Alltag" beklagt sich eine Anwohnerin des Maschinenbau-Unternehmens Geiger, Rüssenbach. Im Gegenteil, es habe sich sehr viel getan, behauptet Juniorchef Alexander Geiger.
Dies bestätigt Franz Dittrich vom Landratsamt Forchheim, zuständig für das Referat Umweltschutz und Abfallrecht. Allerdings schränkt er ein, dass sich der erhoffte Erfolg noch nicht eingestellt habe. Die Bemühungen das Problem in den Griff zu bekommen, liefen weiter.
Das Unternehmen habe die Beschwerden sehr ernst genommen und als Sofortmaßnahme für 20000 Mark eine neue Absauganlage installiert, bestätigt Dittrich auf Anfrage. Sie habe aber nicht den erhofften Erfolg gebracht. Auch eine Rücknahme der Saugleistung auf das notwendige Mindestmaß habe die Geruchsprobleme nicht entschärfen können.
Daraufhin wurden Gespräche mit dem Mineralölkonzern geführt. Das Ziel: Von der Vielzahl an Additiven - wie Franz Dittrich bestätigt gibt es bis zu hundert unterschiedliche Zusatzstoffe - jene herauszufinden, die zwar den gewünschten Effekt haben, andererseits aber die Geruchsbelästigung so gering wie irgend möglich halten. Diese Überprüfung sei abgeschlossen und das neue Öl mit den geänderten Additiven sei bestellt. Eine Bestätigung darüber habe Alexander Geiger dem Landratsamt vorgelegt.
Der Vorwurf, es habe sich nichts getan, treffe folglich nicht zu. Bisher habe es vier Ortstermine, teilweise zusammen mit einem Umweltingenieur des Landratsamtes gegeben. "Und wir bleiben dran, bis sich die Geruchsbelästigung gebessert hat" verspricht Franz Dittrich. Daran sei auch Juniorchef Alexander Geiger interessiert.
Der indes hat das Problem auf seine Weise angegangen und eine Verlagerung der Produktion in die Wege geleitet. Ein Teil der Maschinen sei bereits ausgelagert, ein neun Tonnen schweres Gerät muss noch ab- und neu aufgebaut werden. "Dann stinkts hier nicht mehr, egal welches Öl wir verwenden" erklärt Alexander Geiger. Ob damit das Problem gelöst ist?
Josef Hofbauer