Viel Lob und Primeln für Naturschützer

166 Helfer leisteten 1330 Stunden für den Naturschutz - "Brennessel" bald in neuem Layout

EBERMANNSTADT. Mit Rekordzahlen imponierte der neu gewählte Heinrich Kattenbeck den Teilnehmern der Jahreshauptversammlung der Bund Naturschutz Kreisgruppe Forchheim. Auch Landesgeschäftsführer Helmut Steininger zeigte sich beeindruckt: 166 Helfer leisteten im vergangenen Jahr über 1330 freiwillige Stunden für den Naturschutz.

Zur Begrüßung überreichte ein Zivildienstleistender blühende Primelstöckchen an die Teilnehmer/innen der Versammlung. In seinem Grußwort nutzte der Ebermannstadter Ortsvorsitzende Dr. Peter Morys die Chance, auf das derzeit in Ebermannstadt gärende Problem um eine private Nutzung des Steinbruchs am Feuerstein durch die Moggaster Firma EMCC Dr. Rasek hinzuweisen. Seit zwei Jahren ist nämlich das beanspruchte Areal im Naturpark Fränkische Schweiz/Veldensteiner Forst als "geschützter Landschaftsbestandteil" ausgewiesen.

Die Natur wieder begreifbar machen

Ungeachtet dessen werbe die Firma im Mitteilungsblatt der Stadt um Hochfrequenzingenieure für ein neues Messlabor im Steinbruch, konstatierte Morys. "Soweit sind wir schon, unsere Sache soll ausgehebelt werden", äußerte sich Morys verbittert über das einst auch von Stadtpolitikern unterstütztes Reservat für bedrohte Arten.

Die Leistungen der elf in der Landschaftspflege und dem Amphibienschutz beteiligten Ortsgruppen listete Edith Fießer auf. Über die Öffentlichkeitsarbeit berichtete Klaus Gerlach. Das "Sprachrohr" der Kreisgruppe, die "Brennnessel" soll bald ein moderneres Layout bekommen.

Eine tolle Breitenbeteiligung erfährt nach Worten von Helga Schramm die Kinder- und Jugendarbeit. Gerne würde sie in Forchheim eine weitere Kindergruppe gründen. Groß sei die Resonanz auf das Projekt "ökologische Freiflächengestaltung" gewesen, mit dem Kindern die Natur wieder begreifbar gemacht werden soll. Im Landkreis beteiligten sich daran 39 Kindergärten. Über das Thema Verkehr - die Brennpunkte in Forchheim und dem Wiesenttal- referierte der Forchheimer Stadtrat Uli Zenneck.

Neues Auto ist fällig

Den Bericht über die Finanzen des abgelaufenen Haushaltsjahres (bei Ausgaben von über 235000 Mark gab es gegenüber den Einnahmen einen leichten Überhang) und den Finanzplan für 2001 gab in Vertretung des Schatzmeisters Alfons Trautner Geschäftsführerin Rose Stark. "Sie ist der Computer unserer Kreisgruppe" lobte der Vorsitzende.

Im Etat des laufenden Jahres sind bei 192000 Mark Ausgaben über 15000 Mark für ein neues Auto vorgesehen. Das alte Fahrzeug versage langsam seine Dienste.

Obwohl Wortmeldungen zu den Punkten der Tagesordnung weitgehend ausblieben, entzündete im letzten Teil der Versammlung der Landesgeschäftsführer mit Schlagworten zur gegenwärtigen Agrar- und Verkehrspolitik eine intensive Diskussion. Rotraud Krüger war es schließlich, die nach den Hieben Steinigers gegen den "vorsintflutlichen" Verkehr bei der Zugverbindung nach Ebermannstadt oder gegen den "Autokanzler Schröder" protestierte. Diese Behauptungen wies sie als reine Polemisierung zurück.

Mao


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