Busbahnhof: Ende gut, alles gut

Landkreis und Stadt fanden nach langem Ringen einen Kompromiss

EBERMANNSTADT. Eine vermeintlich unendliche Geschichte kommt doch zu einem Ende und sogar zu einem guten. Der Schulbusbahnhof bekommt ein neues Gesicht - nachdem man vergebens über Jahr hinweg daran herumgedoktert hatte.

Stadt und Landkreis haben sich nach rund 20-jährigem Ringen endlich verständigt. Nachdem die lange angedachte Ringlösung an Anwohnerprotesten scheiterte und kein Konsens in der Finanzierung zu finden war, sieht der jetzt gefundene Kompromiss so aus:

Der Busbahnhof wird im Bereich der Georg-Wagner-Straße (mit Busbuchten, einer grünen Insel und eventuell Autostellplätzen) neu strukturiert, dann wird (unterhalb der ehemaligen Schreinerei Sponsel) eine Straße (ebenfalls mit Busbuchten) neu gebaut; die mündet auf die Stichstraße zum Parkplatz Hallenbad und stellt so den Ringschluss zur Eschlipper Talstraße wieder her. Wenn man will, eine kleine Ringlösung, die die einzelnen Schulen nicht direkt berührt.

Heinrich Steinmetz vom Tiefbauamt erläuterte auf der Sitzung des Kreis-Bauausschusses das Vorhaben (und seine Vorgeschichte). Insgesamt sind 19 Bushaltestellen vorgesehen, die auch überdacht werden sollen. Hinzu kommen eventuell 26 Pkw-Stellplätze. Zwar fahren 22 Busse das Areal an, doch sollen die drei verbleibenden durch einen entsprechenden Fahrplan "kreuzungsfrei" eingebunden werden.

Die lang hindernde Finanzierungsfrage ist auch geklärt. Der Landkreis übernimmt 75 Prozent der Kosten, der Schulverband die übrigen 25. Steinmetz rechnet mit Gesamtkosten von rund 2,4 Millionen Mark, Zuschüsse seitens der Regierung sind sicher. Wenn alles glatt geht, könnte man 2002 mit dem Bau beginnen.

Die Ausschuss-Mitglieder vernahmen es mit Befriedigung. "Gut, dass es jetzt einvernehmlich geht", lautete der Tenor aus der Runde und sie nahm das Projekt wohlwollend zur Kenntnis. Heinrich Steinmetz kann die "Unzahl verschiedener Varianten" endgültig dem Dunkel der Geschichte übergeben.

Winfried Müller


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