Das "Afrika-Projekt" steht unter der Federführung der beiden Lehrkräfte Marion Engel und Karin Meisinger. Es beinhaltet eine Reihe von Aktionen, die den Realschülern einen Blick "über den eigenen Tellerrand" hinaus" ermöglichen und die Aufmerksamkeit auf die so genannte "Dritte Welt" lenken sollen. Den Auftakt machte der Besuch des Schriftstellers Idrissa Keita.
Er ist in Mali geboren, hat in Russland und Deutschland Medizin studiert und lebt heute in Schweden, wo er sein Studium beenden will, um später ein medizinisches Projekt in seinem Heimatland aufzubauen. Ein außergewöhnlicher Mensch, der so ganz nebenbei auch noch als freier Schriftsteller arbeitet.
Den Ebermannstadter Realschülern stellte Idrissa Keita sein Jugendbuch "Djemas Traum vom großen Auftritt" vor. Er erzählte darüber hinaus von seiner Kindheit und Jugend, berichtete über Kultur und Religion sowie das schulische Leben in Mali. Die Kinder der achten und neunten Klassen lauschten gespannt seinen Berichten und Idrissa Keita ermunterte die Schüler Fragen zu stellen. Nach anfänglicher Zurückhaltung interessierten sich die Kinder nicht nur für das afrikanische Land Mali, sondern auch für die Person Keita.
Mit seiner Autorenlesung legte Idrissa Keita den Grundstein für die "Aktion Lebensläufe 2002". Dieses Projekt wurde 1996 von der Deutschen Welthungerhilfe ins Leben gerufen.
Der "Lebenslauf" sieht vor, dass sich jeder Schüler Sponsoren sucht (Eltern, Verwandte, Bekannte), die ihm einen bestimmten Betrag pro gelaufenem Kilometer spendet, wenn er am 16. Oktober im Rahmen des Projekttages Afrika auf dem Sportplatz der Schule seine Runden dreht. Ortsansässige Sponsoren sowie Eltern, Verwandte und Bekannte haben mittlerweile ihre Bereitschaft signalisiert, das Projekt "Mali - Schulspeisung in der Wüste" zu unterstützen.
Auch erhalten die Schüler am 16. Oktober Gelegenheit, an Workshops teilzunehmen, um Einblick in das tatsächliche Leben in Mali zu bekommen. Außerdem werden die Augenzeugin Dorothea Kolbe, die für den Deutschen Entwicklungsdienst in Mali tätig war, sowie der aus Burkina Faso stammende Hamidou Par’e als Gäste erwartet.