Nach der Grundlage, dass ein Quadratmeter Kollektorfläche 50 Liter Öl ersetzt, werden auf 753 Quadratmetern, die im Stadtgebiet auf den Dächern liegen, pro Jahr rund 37500 Liter Öl, und damit Ressourcen eingespart. Als "praktizierter Umweltschutz" wurde die Bilanz von Bürgermeister Franz Josef Kraus im Umweltausschuss aufgenommen, Anerkennung fand dabei die Investition der Antragsteller selbst, die sich auf eine Million Mark bezifferte.
Ein Kompliment zollte dabei der Vorsitzende dem Stadtrat, der die Zuschussmittel immer bewilligte. Um dem anhaltenden Boom auf Solar- oder Fotovoltaikanlagen weiter zu fördern, sind im Haushalt diesen Jahres 60000 Mark vorgesehen.
Positiv aufgenommen werde seit der probeweisen Einführung der Gelbe Sack zur Abfallentsorgung, berichtete Kraus dem Ausschuss. Auch in den Aussenorten, wo bisher das Wertstoffmobil eine Art "Kommunikationszentrum" darstellte, gebe es keine Klagen. Zufrieden sei auch die Entsorgerfirma Fritsche mit dem Wertstoffanteil. Bei den "Störanteilen" (bundesweit 30 Prozent in Ebermannstadt nur 20 Prozent) bereite aber viel Glas Probleme, weil es oft zerquetscht nicht mehr getrennt werden kann (ein Aufruf, die Glascontainer zu benutzen, folgt im Mitteilungsblatt). "Wenn wir das noch unterbinden können, bin ich sicher dass der Gelbe Sack landkreisweit eingeführt wird", versicherte Kraus gleichzeitig seinen Einsatz dafür im Kreisrat.
Knapp mit 4:3-Stimmen wurde dem im Rahmen des Beweidungskonzeptes Lange Meile gestellten Rodungsantrag der Unteren Naturschutzbehörde für einen Kiefernbestand am Burgstall oberhalb Rüssenbach zugestimmt; die Zustimmung gilt aber nur, wenn eine Überprüfung ergibt, dass die Fläche nicht im Wasserschutzgebiet liegt. Mit Eile wurde dem Waldwegebau des "Bamberger Weges" mit 6:0 zugestimmt, der mit einer Länge von 1060 Metern 24 Hektar Wald in der Nähe des Feuersteins erschließen wird; nur noch heuer wird auf die Nettokosten von 92000 Mark ein Zuschuss von 70 Prozent gewährt.
Harte Auflagen hat die Jagdgenossenschaft Eschlipp bei der beabsichtigten Sanierung des im Wasserschutzgebiet liegenden Forstwegs "Grenzerleite" zu beachten. Aufbauten ja, aber auf keinen Fall dürfen dabei Abgrabungen vorgenommen werden.
"Die Eschlipper könnten sich sonst selbst um ihr Wasser bringen", warnte der Bürgermeister nach einem Ortstermin, bei dem auch das Wasserwirtschaftsamt zugegen war. Dem Antrag der Jagdgenossen auf Zuschuss zu den Baukosten über rund 28000 Mark wurde mit der Zusage über maximal 5000 DM einstimmig entsprochen.
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