“Nicht ausgebaut” ausbauen

Lange Bergfuhre wird in Angriff genommen - Beweidungskonzept gebilligt

EBERMANNSTADT. Der Forstweg im Bereich “Lange Bergfuhre” soll nach langem Hin und Her nun doch gebaut werden. Der Forst- und Umweltausschuss stimmte einem Ausbau als nicht ausgebautem Forstweg zu.

Die Verwaltung hatte alle 59 Eingentümer der 76 Waldgrundstücke angeschrieben. 49 schickten die beiligenden Erklärungen zurück. Davon sprachen sich 30 für einen Waldwegebau, 16 dagegen aus. Der Rest hatte keine Erklärung abgegeben.

Aufgrund dieser Situation beschloss der Umweltausschuß den Waldweg als “nicht ausgebauten Waldweg” zu erstellen. Die Formulierung “nicht ausgebaut” besagt, dass es sich um einen Weg handelt, auf dem der Abtransport von Holz problemlos möglich ist. Mit dem Weg sollen 25 Hektar Wald erschlossen werden.

Behutsam auffüllen

Dem Ausbau der “Hockfuhre” wie ihn die Jagdgenossenschaft Niedermirsberg beantragt hatte, stimmte der Umweltausschuss nur mit der Maßgabe zu, dass die Hohlfuhre nicht komplett aufgefüllt werden darf. Erlaubt ist lediglich, den Weg, der sich in einem sehr schlechten Zustand befindet, wieder befahrbar zu machen. Vor einer endgültigen finanziellen Beteiligung soll das Vorhaben in Augenschein genommen werden. In Aussicht gestellt wurde, die Maßnahme mit 25 Prozent der anfallenden Kosten zu bezuschussen.

Insgesamt 6,06 Hektar Grund bringt die Stadt Ebermannstadt in das sogenannte “Beweidungskonzept Lange Meile” ein. Dabei wollte der Umweltausschuss sichergestellt wissen, dass “mit Fingerspitzengefühl vorgegangen” wird. Fachleute sollten nach dem Willen von Stadtrat Ludwig Schwabe zu Rate gezogen werden, wann den Schafen oder der Silberdistel der Vorrang einzuräumen sei und wann die Hecke für den Neuntöter erhalten werden soll.

Triebwege einhalten

Bürgermeister Franz Josef Kraus versicherte, das es mit Katja Preusche eine versierte Projektmanagerin gebe, die hier für eine “gesunde Mischung sorge. Mit der Maßgabe, dass Schaftriebwege eingeplant und später auch eingehalten werden, stimmte der Umweltausschuß dem Beweidungskonzept zu.

JH



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